Leben am Rande

Die Fish River Lodge wurde 2009 errichtet und von dem namibischen Architekten Andy Chase von Stauch & Partners in Windhoek entworfen. Die natürliche Umgebung diente sowohl als stilistische Referenz als auch als Inspiration für die Farbpalette. Selbst die beschwerliche Zufahrtsstraße zur Lodge spiegelt die Abgeschiedenheit der Lodge wider, während die getrocknete Steinmauer, welche die gesamte Länge der Lodge umgibt, das natürliche Spektakel schützt, das Sie erwartet.



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Der Canyon Nature Park

Auf 45.000 ha erstreckt sich der Park über eine weitläufige und grobe Landschaft aus flachen, felsigen Bergen und trocken Ebenen. Unzählige Abtragungen und Seitenschluchten graben tiefe Kerben in die Hauptschlucht. Faszinierende Pflanzen und Bäume, die sich dieser harschen Umwelt anpassten, sorgen für grüne Tupfer und ernähren die wilden Tiere, die trotz aller Widrigkeiten überleben.

Um diesen herrlichen Teil Namibias zu schützen, schloss sich der Canyon Nature Park der Partnerschaft des Greater Fish River Canyon Complex an, einem grenzübergreifenden Zusammenschluss von Parks, Naturschutzbehörden und privater Landbesitzer im Richtersveld (Südafrika) und dem IAi-IAis-Hunsberge-Wildreservat in Namibia. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf einen breiteren Ansatz zum Schutz und zum nachhaltigen Management natürlicher Ressourcen und sozioökonomischer Entwicklung.

Die biologische Vielfalt dieser trockenen Region, die zuvor ein marginalisiertes Agrargebiet war, war durch die landwirtschaftliche Nutzung gefährdet. Der Canyon Nature Park sicherte das Schicksal der Flora und Fauna in der Gegend durch die Rückkehr zur Erhaltung wildlebender Pflanzen und Tiere und zu einem sanften Tourismus als Mittel der sozioökonomischen Entwicklung in den südlichen Teilen des Landes.

Zwei Farmen – Soutkuil (auf der sich die Lodge und der Canyon befinden) und Vergeleë (im Nordwesten) wurden zum Canyon Nature Park zusammengeschlossen.


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Umweltfreundlich

Die Fish River Lodge und der Canyon Nature Park ermitteln regelmäßig Methoden, um sicherzustellen, dass wir unsere Umgebung lediglich geringfügig belasten. Wir sind Teilnehmer am Namibia Eco Awards-Programm – einer Initiative, die sicherstellt, dass die Auswirkungen des Tourismus auf unsere empfindliche, trockene Umgebung auf ein Minimum reduziert werden. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor bei allen zukünftigen Entwicklungen auf dem Anwesen.

Während wir uns für konventionelle Baustoffe entschieden (vorausgesetzt, eine vorherige Konstruktion bestand bereits am Standort), wurde vor dem Bau der neuen Lodge eine umwelttechnische Rahmenuntersuchung durchgeführt. Ein Botaniker führte eine Studie der Pflanzen durch, um sicherzustellen, dass dies keine Auswirkungen auf seltene oder geschützte Spezies hat, während ein Umwelttechniker ein Umweltmanagementplan für den Canyon Nature Park ausarbeitete, der einen Managementplan für die Bauarbeiten umfasste.

Richtlinien stellen sicher, dass Umweltschäden (einschließlich Straßen) begrenzt werden, dass Landschaftsbaupläne konform sind mit unserer Biodiversität und allgemeinen Umweltmanagementrichtlinien, und dass der Wasserverbrauch optimiert wird. Darüber hinaus wird das Abwasser minimiert und, zusammen mit Reststoffen, auf entsprechende Weise entsorgt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.ecoawards-namibia.org


Lokale Flora und Fauna

Diese Ecke in Namibias Süden ist größtenteils unbebaut und die spektakuläre Landschaft bietet den Gästen einen wahren Geschmack der unentdeckten Wildnis. Wir erhalten regelmäßig positive Kommentare von Gästen in Bezug auf die Abgeschiedenheit und die völlige Stille, die sie während ihres Aufenthalts erleben.

Der Park befindet sich im Nama-Karoo-Biom an der Grenze zum Succulent-Karoo-Biom, mit variablen Regenschauern, die sowohl im Sommer als auch im Winter fallen. Es gibt über 100 einheimische Saftpflanzen, einschließlich der größten Pflanze, der Aloe dichotoma, die gemeinhin als „Kokerboom“ oder Köcherbaum bekannt ist, sowie über 1.600 weitere Pflanzenspezies.

Das Logo der Lodge wurde von der Aloe dichotoma inspiriert, die in großen Hainen oberhalb und auf den Abhängen in den Canyon wächst. Sie wird bis zu 10 Meter hoch, einige von ihnen erreichen ein Alter von bis zu 300 Jahren. Wissenschaftler beginnen, ihre Sorge über das Sterben einer großen Anzahl dieser Bäume zu äußern und bemerken dabei, dass der Klimawandel seinen Tribut von dieser faszinierenden und viel geliebten Spezies fordert.

Der Klimawandel und eine unhaltbare landwirtschaftliche Praxis und Jagd im vergangenen Jahrhundert wirkten sich ebenfalls auf die Vielfalt und Quantität der wildlebenden Spezies aus, die die Region einst in großer Anzahl bevölkerten. Der Canyon Nature Park erlebt nun jedoch einen Aufschwung der Bestände gewisser Spezies. Das seltene und einheimische Hartmanns-Zebra wird häufig gesichtet, wie auch Springböcke, Oryxantilopen, Kudu, Steinböckchen und Klippspringer. Bärenpaviane sind im Canyon zu hören und zu sehen. Ebenso wurden der schwer zu fassende Leopard und der Karakal gesichtet. Der Kapotter wandert den Fischfluss vom Oranje hinauf und wurde an den Gezeitentümpeln gesichtet.

Obwohl der Fluss nur saisonal in der Sommerzeit fließt, sind dauerhafte Gezeitentümpel Heimat des Labeobarbus aeneus und Labeobarbus kimberleyensis, des afrikanischen Raubwelses und des Bindenwarans. Es gibt eine Vielzahl von Vögeln, einschließlich des Schwarzadlers, der Kapdrossel, des Kaprötels und der afrikanischen Schwarzente.


Die Fish River Lodge in den Medien


Freundliche Mitarbeiter

Die Lodge verfolgt die Politik, ausschließlich Namibier zu schulen und zu beschäftigen. Wir berufen uns mit Stolz auf die Freundlichkeit unserer Mitarbeiter sowie auf die Vielseitigkeit der jungen Menschen, die unterschiedliche Kulturen aus Namibia repräsentieren. Unsere Mitarbeiter spiegeln die herzliche Gastfreundschaft wider, für die Namibia bekannt ist. Im Rahmen des Eco-Awards-Programms 2012 erhielt die Lodge die höchsten Bewertungen, die jemals für ein Management vergeben wurden, während unsere Richtlinien volle Punktzahl erreichten. Um die Erfüllung von Standards sicherzustellen, werden unsere Mitarbeiter regelmäßig durch Schulungen ermächtigt und moralisch aufgebaut.


The-Lodge-Geology

Geologie

Nur wenige Gegenden in der Welt enthüllen die Erdschichten so dramatisch wie der Fischfluss-Canyon. Vor über 500 Millionen Jahren führte eine Verschiebung der tektonischen Platten zu einer natürlichen Nord-Süd-Verwerfung. Die Erosion begann mit dem Ausschürfungsprozess und bildete schließlich den Fischfluss, den längsten Fluss Namibias. Während sich der Fluss durch die Schichten der Erdkruste meißelt, stehen heutzutage turmhohe Felsfassaden aus Dolomit und Granit Wache, während sich der Fluss in Kurven durch die tiefen, darunter liegenden Schluchten schlängelt.

Unsere qualifizierten Führer teilen dieses herrliche Phänomen mit Ihnen, während Sie 500 m in den 160 km langen und 27 km breiten Canyon hinabsteigen. Die Erosion setzt auch heute ihre Arbeit fort, wenn der Fluss in der regnerischen Sommerperiode Hochwasser führt. Nach heftigen Regenfällen im Park verwandeln sich Strömungen innerhalb von Minuten in reißende Flüsse und Felswände in rauschende Wasserfälle, wodurch der Ausschürfungs- und Erosionsprozess vorangetrieben wird.

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Archäologie

Petroglyphe (Felsgravierungen), Steinwerkzeuge, Jagdverstecke, Gräber und verlassene „lammershuisies“ (Lammhäuser) aus Stein, Viehställe und Landhäuser erzählen die Geschichte der Eroberung des Canyon Nature Park durch den Menschen vom späten Holozän zwischen 5.100 v. Chr. und 2.300 v. Chr. bis ins 20. Jahrhundert. Die älteste Felsmalerei in Südafrika findet sich tatsächlich auf einer Farm südlich des Canyon Nature Park aus der Zeit zwischen 27.000 und 23.000 v. Chr.

Jäger und Sammler der San streiften jahrhundertelang durch die Gegend auf der Jagd nach Tieren der großen Ebene, die hier einst in großer Anzahl lebten, einschließlich Elefanten, Nashörnern und Giraffen. Diese historischen Schätze sind zu ihrem Schutz lediglich Gästen in Begleitung von Führern vorbehalten.


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Essen und Wein

Eine Lodge an einem derart abgelegenen Ort mit frischen Zutaten zu beliefern, stellt eine Herausforderung dar. Wir unternehmen jedoch alle Anstrengungen, um diese vor Ort zu beziehen, und versorgen unsere Gäste mit schmackhaften, vollwertigen Mahlzeiten. Der Schwerpunkt unseres Menüs liegt auf dem herausragenden Rindfleisch und den Wildgerichten, für die Namibia bekannt ist. Die Candle-Light-Diners bestehen aus einem Drei-Gänge-Menü, das von unseren geschulten Chefköchen zubereitet und von einer sorgfältigen Auswahl herausragender und ungewöhnlicher südafrikanischer Weine begleitet wird. Das Frühstück ist entweder kontinental oder englisch, während das Mittagessen leicht und gesund ist, wie Quiches und Salate, die im Freien auf der Terrasse serviert werden.

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Forschungsmöglichkeiten

Der Canyon Nature Park arbeitet mit lokalen und internationalen Forschungsinstituten zusammen. Studenten der Technikon in Windhoek führten eine akademische Forschung über die Aloe dichotoma (Köcherbaum) sowie über den Wasserverbrauch in der Lodge durch. Ein Ereignisbuch erfasst tierische Sichtungen an verschiedenen Orten im Park und ergänzt eine nationale Datenbank. Es gibt weitere Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Archäologie und der Naturwissenschaften.


Fly-in-Option

Während die Fish River Lodge auch mit dem Auto erreicht werden kann, stellt eine Fly-in-Option eine spannende Alternative zur langen Fahrt dar und dauert ca. zwei Flugstunden von Windhoek.

Eine hervorragende Landebahn, die lediglich drei Kilometer von der Lodge entfernt liegt, bietet den Gästen die Möglichkeit, den Canyon, sein Labyrinth aus Seitenschluchten und natürlich den glitzernden Fischfluss zu erleben, während er sich in Richtung Oranje durch die Wüste windet. Sie werden vom Flugfeld zur Lodge gefahren, wo Sie mit einem Erfrischungsgetränk begrüßt werden und die Herrlichkeit des Canyons vom Festland aus aufsaugen. Bitte fragen Sie für Flugoptionen bei einer beliebigen namibischen Charter-Fluggesellschaft an.


Umgebung

Namibias Süden weist eine der geringsten Bevölkerungsdichten des Landes auf, wodurch große trockene Landstriche, Parks und geschützte Gebiete unbewohnt sind. Er ist umgeben von der Namib-Wüste im Westen und der Kalahari-Wüste im Osten und ist reich an Geschichte und Kultur. Wir empfehlen Ihnen die folgenden Highlights für einen erweiterten Aufenthalt im Süden:


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Von der südlichen Grenze aus

Gäste der frl_aFish River Lodge aus Südafrika können den frl_aOranje am Grenzübergang Noordoewer/Vioolsdrift überqueren und durch die malerische Landschaft entlang des Oranje fahren. Als Alternative können Sie die Grenze vom Richtersveld im nordwestlichen Kap per Schiffsbrücke/Fähre am Grenzübergang frl_aSendelingsdrift passieren. Die Fahrt durch die Zink-Bergbaustadt frl_aRosh Pinah zum frl_aCanyon Nature Park ist eine angenehme Fahrt, die Sie über die abgelegenen Seitenstraßen der Region führt.

Vom Norden her

Die schnellste Route nach Süden ist von frl_aWindhoek über frl_aKeetmanshoop, der größten Stadt im Süden und ehemalige Nama-Siedlung der vorkolonialen Zeit. Die Rheinischen Missionare trugen 1860 zu ihrer Transformation bei, wie auch die Karakul-Industrie in den 60er Jahren. Der Köcherbaumwald und der angrenzende „Spielplatz der Riesen“ vor den Toren der Stadt markieren definitiv ein Highlight.

Alternativ dazu gibt es eine sehr malerische Strecke westlich von frl_aHelmeringhausen, einer kleinen, von der Schutztruppe (Kolonialarmee des deutschen Kaiserreichs) gegründeten Siedlung mit einem hübschen Landhotel, dessen Mittagessen wir nur sehr empfehlen können.

Die Route führt weiter durch frl_aBethanie, der ältesten Siedlung Namibias. Die Rote Nation ist einer der einheimischen Nama-Clans aus der Region, die später Angra Pequena an Adolf Lüderitz verkauften, nach dem Lüderitz benannt wurde. Später, zur Jahrhundertwende, wurden hier Diamanten entdeckt. Das Volk der Orlam, ein gemischtrassiger Clan, wanderte im 19. Jahrhundert von der Kapkolonie hinzu. Alte Gebäude – heute nationale Denkmäler – sind überall in dieser malerischen und historischen Stadt zu finden. Das frl_aBethanie Landhotel vor Ort ist ein idealer Platz zur Übernachtung, wenn Sie die Stadt weiter erkunden möchten.

Im Nordwesten der frl_aFish River Lodge, an der Straße von frl_aKeetmanshoop nach frl_aLüderitz, liegt die liebliche kleine Ortschaft frl_aAus, ein ehemaliges Konzentrationslager, das 1915 von der südafrikanischen Armee zur Unterbringung deutscher Häftlinge errichtet wurde, die während des Ersten Weltkriegs gefangen genommen wurden. Während des Krieges entkamen zwei deutsche Soldaten aus dem Lager, kehrten jedoch wenige Tage später wieder zurück, nachdem sie festgestellt hatten, dass die Bedingungen im Lager weitaus besser waren als außerhalb. Die Zahl der Gefangenen stieg bis auf 1.500, bevor das Lager 1919 geschlossen wurde. In der urigen Ortschaft steht auch ein reizendes kleines Hotel. Das Dorf ist für drei Dinge bekannt:

  • Schnee im Winter
  • Seine Lage im üppigen Karoo-Biom, eines der botanischen „Hot Spots“ der Welt
  • Die berühmten Wildpferde, die durch die Gegend streifen

Die Namib-Pferde, die am häufigsten am Ganub-Wasserloch an der Straße zwischen frl_aAus und frl_aLüderitz beobachtet werden können, faszinieren sowohl Touristen als auch Wissenschaftler. Sie haben sich nicht nur den Wüstenbedingungen angepasst, sondern gelten auch als einzige echte Wildpferdherde in Afrika. Allgemeine Tests zeigen, dass diese Pferde zu einem der isoliertesten Equinenbeständen der Welt zählen.

Die Pferde in dieser lebensfeindlichen und unwirtlichen Wüstenregion wild und frei laufen zu sehen, ist ein aufregendes Testament für die Entschlossenheit von Mensch und Tier zur Anpassung und zum Überleben. Es gibt verschiedene Theorien über ihre Herkunft. Unter anderem sollen sie Nachkommen jener Pferde sein, die im 19. Jahrhundert von der deutschen Schutztruppe mitgeführt wurden. Andere Theorien besagen, dass sie zwischen 1904 und dem Ersten Weltkrieg von den Deutschen importiert wurden, während andere behaupten, sie seien während des ersten Weltkriegs aus der südafrikanischen Kavallerie entlaufen.

frl_aLüderitz wurde 1883 gegründet, nachdem es der Bremer Adolf Lüderitz dem lokalen Nama-Häuptling abgekauft hatte. Die faszinierende Hafenstadt liegt an einer der unwirtlichsten Küsten der Welt. Sie ist bekannt für ihre koloniale und Art-Nouveau-Architektur sowie für die faszinierende und verlassene Bergbausiedlung frl_aKolmanskop, die sich wenige Kilometer weiter östlich befindet. Nachdem man hier im Jahre 1909 Diamanten entdeckt hatte, genoss Lüderitz einen plötzlichen Anstieg der Bevölkerung, die bereits wieder 1915 zurückging, als die meisten dort lebenden Deutschen deportiert wurden.

Das frl_aSperrgebiet ist noch nicht für Touristen freigegeben, und dennoch ein faszinierendes und unberührtes Küstenstück am äußersten westlichen Ende des Fischflusses. Es wurde 1908 von der deutschen Regierung eingerichtet, die der Deutschen Diamantengesellschaft die alleinigen Schürfrechte übertragen hatte. 1915, während des Ersten Weltkriegs, eroberten südafrikanische Verbände das Land und übernahmen die Kontrolle über das heutige Namibia, einschließlich des frl_aSperrgebiets. Da die Gegend seitdem nahezu gar nicht von Menschen berührt wurde, konnten sich dort über 776 Pflanzenarten ansiedeln, einschließlich über 234 endemischer Arten – nirgendwo in Namibia gibt es eine größere biologische Vielfalt.